Glossar für Zahnmedizinische Fachbegriffe

Adhäsivtechnik

Klebetechnik, Säure-Ätz-Technik (SÄT) bei Kunststofffüllungenlungen , das Einsetzen von Keramikfüllungen/-kronen/-verblendschalen. Die Adhäsivtechnik setzt eine sehr gute Trockenlegung voraus wird in der Regel am zu behandelnden Zahn ein Spanngummi angelegt.

Amalgam

Füllungsmaterial, das neben Silber und Quecksilber andere Metalle, wie Zinn und Kupfer enthält. Amalgam wird seit etwa 150 Jahren weltweit in der Zahnmedizin verwendet.

Angstpatient

Bezeichnet den Patienten, der Angst vor der zahnärztlichen Behandlung hat, z.B. vor Spritzen, vor Schmerzen oder der Situation des Ausgeliefertseins.
Eine Angstreduktion kann erzielt werden durch: eine Vertrautheit zwischen Patient und Zahnarzt (wichtig bei Kinderbehandlung), Vermeiden falscher Versprechungen, Aufklärung des Patienten, Vermeidung negativer Assoziation mit zahnärztlichen Maßnahmen, aber auch durch Entspannungstechniken, Prämedikation vor der Behandlung, Hypnose und in schwierigen Fällen Vollnarkose oder Verhaltenstherapie.

Approximalkaries

Karies im Zahnzwischenraum in Höhe des Kontaktpunktes zum Nachbarzahn.

Aufbissschiene

AufbissschieneHerausnehmbare Schiene (in der Regel aus Kunststoff), die auf die Ober- oder Unterkieferzahnreihe gesetzt wird. Wird eingesetzt bei Kiefergelenkbeschwerden, Zähneknirschen oder kieferorthopädischen Behandlungen.

Bissflügelröntgenaufnahme

Spezielle Röntgentechnik bei Zahnaufnahmen zur Darstellung von Karies, vorwiegend im Zahnzwischenraum der Seitenzähne. Es werden die Kronen und oberen Wurzelteile mehrerer Ober- und Unterkieferzähne gleichzeitig auf kleinen Filmen(3 x 4 cm) dargestellt. Mit Bissflügelaufnahmen können Schäden dargestellt werden, die bei einer einfachen Untersuchung durch den Zahnarzt nicht zu entdecken sind.

Bleaching

Bleichverfahren, das Verfärbungen beseitigt und die Zähne optisch aufhellt.

Bruxismus

Fachbegriff für Zähneknirschen und Aufeinanderpressen der Zahnreihen.

Caries profunda

Tiefgehende Karies, die bis in das zahnmarknahe Drittel des Dentins (Zahnbein) reicht. Die Behandlung besteht in der Kariesentfernung, der Abdeckung des zahnmarknahen Dentins mit einem Medikament (z. B. Kalziumhydroxyd) und einer randdichten Füllung

Demineralisation

Entkalkung der Zahnoberfläche durch Säure. Diese erste Stufe der Karies wird verursacht durch organische Säuren, die von Bakterien in den Zahnbelägen gebildet werden.

Dentalfluorose

Veränderung des Zahnschmelzes durch zu hohe Fluoridaufnahme (mehr als 0,03 – 0,06 mg/kg Körpergewicht) während der Zahnentwicklung, damit relevant bis zum 8. Lebensjahr. Weißliche gelegentlich auch bräunliche (durch Eiseneinlagerung) Schmelzflecken, Entkalkungen bis hin zum Schmelzverlust.

Dentitio difficilis

Erschwerter Zahndurchbruch mit oft ausgeprägter Zahnfleischtaschenentzündung. Kann zu starken Schmerzen und Fieber mit Schwellungen und Kieferklemme führen.

Digitale Röntgendiagnostik / Digitale Radiographie

Modernes Röntgenverfahren bei dem das Strahlenbild statt auf einem Film auf einen elektronischen Sensor aufgezeichnet wird. Die Röntgenröhre bleibt im Prinzip unverändert bestehen. Die Bilddaten werden digital auf elektronische Medien gespeichert und über einen Monitor dargestellt.

Vorteile gegenüber dem konventionellen Röntgen sind: eine bis zu 70% reduzierte Strahlenbelastung, Verzicht auf Filme und chemische Entwicklungsverfahren, Bilddatenübertragung über Datennetz, Veränderungen der Bilder (z.B. durch Kontrastgabe) in den Bildverarbeitungsprogrammen; Nachteile sind unter anderem die geringere Auflösung bei Zahnfilmen.